Retinale 2021


Am Samstag, dem 20. März 2021, fand die 3.RETINALE als Online-Fortbildung statt. Am Tag davor, dem 19. März 2021 wurde mit dem 1.RETINALE-Wetlab einigen Interessierten erstmals auch ein praktischer Teil zur Einführung in die Vitrektomie direkt am Gerät angeboten. Dieser Kurs war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht und wurde im Feedback am Schluss von den TeilnehmerInnen durchwegs mit „sehr gut“ bewertet.

Highlights der RETINALE 2021

· Erster Vitrektomiekurs im Rahmen des RETINALE-WETLAB

· Erfahrene Referenten mit fundierten Vorträgen

· Innovationen in der Vitreoretinalen Chirurgie

· Key-Note Vortrag zum Thema „AI in der Retinologie“

· Operationsvideos/interaktive Fallbeispiele mit Publikums-Voting und Diskussion

· Industrie mit Video-Präsentationen neuer Entwicklungen

Programm-Überblick

In der 1. Session „Netzhautdiagnostik, Chirurgie & Nachbetreuung“ speziell für nicht-ärztliche Gesundheitsberufe präsentierte zunächst Dr. Christoph Mitsch in bewährter Weise eine Einführung in die OCT-Untersuchung („OCT was, wann, wie?“).

Im anschließenden Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Sandra Rezar-Dreindl „OCT Bilder der häufigsten Netzhauterkrankungen“ wurden dann Fallbeispiele und ihre typischen OCT-Befunde erläutert. Das folgende Quiz zeigte, dass die OCT-Befunde von den Teilnehmern jetzt gut erkannt wurden.

Prof. Stefan Sacu (Leiter der Ambulanz für Diagnostik und Therapie von Makulaerkrankungen der Augenklinik) stellte die Vor- und Nachteile der kombinierten Hinter- und Vorderabschnittschirurgie („Kombinierte Vitrektomie & Katarakt-OP“) umfassend dar und zeigte in einer Videopräsentation die einzelnen Operationsschritte.

Den Abschluss dieser Session bildete der Vortrag von Prof. Claudette Abela-Formanek (Leiterin der Ambulanz für Katarakt-Chirurgie der Augenklinik Wien) zum Thema „Nachbetreuung nach Augenchirurgie“. Hier stellte sie die postoperativen Strategien der Entzündungshemmung dar.

In der 2. Session speziell für ÄrztInnen (aber offen für alle) berichtete Prof. Michael Georgopoulos (Leiter der Vitreoretinalen Chirurgie der Augenklinik Wien) über neue Verfahren und Techniken, die im letzten Jahr Einzug in die tägliche Routine gefunden haben und über mögliche zukünftige Methoden und Verfahren („Neues aus der Industrie-Pipeline“).

Priv.-Doz. Dr. Friederike Schaub (Oberärztin an der Augenklinik in Köln) referierte über „Amotiochirurgie – das PVR Problem“ in der täglichen Routine. Sie präsentierte mögliche Risiken einer PVR-Amotio und Möglichkeiten einer Prophylaxe der PVR-Entwicklung nach einer primären Amotiochirurgie.

Dr. Georgios Blatsios (Oberarzt an der Augenklinik der Medizinischen Universität Innsbruck) gab eine Übersicht über Indikationen unterschiedlicher Tamponaden bei der Ablatiochirurgie („Endotamponaden – ein Update“). Er ging hier auf Komplikationen (Silikonöltoxizität, Silikonölunreinheit, Silikonölemulsifikation und „sticky oil“) und künftige Aspekte (Glaskörperersatz, Silikonöl zur kontrollierten Freigabe von Medikamenten) ein. Seine Schlussfolgerungen waren unter anderem: Silikonöl vermeiden, wo möglich und evidenzbasiert, direkten PFCL-Silikonöl-Tausch vermeiden, falls möglich.

Die Leiterin der Augenklinik Wien, Prof. Ursula Schmidt-Erfurth, gab im Key-Note-Vortrag zum Thema „Artificial Intelligence“. einen ausführlichen Überblick über das neue spannende Feld im Bereich der Medizin. Im Anschluss erfolgte eine ausführliche Diskussion über die aktuelle Anwendung der künstlichen Intelligenz in der Routine-Patientenbetreuung. Das Christian Doppler Labor von Prof. Schmidt-Erfurth hat über sieben Jahre mit einem interdiziplinären Team aus Retinologen und AI-Experten Algorithmen für die detaillierte Analyse der intraretinalen Schichten der Netzhaut und ihre pathologischen Veränderungen entwickelt.

Während der kurzen Mittagspause boten die Aussteller mittels Videofilmen einen Einblick in neue innovative Entwicklungen im Bereich der Netzhautchirurgie und OCT-Technologie („Virtuelle Industrieausstellung“). Wir danken an dieser Stelle allen beteiligten Firmen für die Unterstützung!

In der anschließenden 3. Session bildeten wieder Fallpräsentationen mit OP-Videos („Chirurgische interaktive Kurzvideos“) den Abschluss der RETINALE. Hier wurden chirurgische interaktive Kurzvideos mit Fall-Präsentationen der Referenten interaktiv mit dem Publikum besprochen. Die Referenten hatten Fragen zu einzelnen operativen Schritten vorbereitet und die TeilnehmerInnen konnten über ein Voting-System ihre Meinungen dazu einbringen.

Pünktlich um 14h war diese spezielle RETINALE 2021 zu Ende.

Kontakt 

Retinale – Verein
c/o Augenklinik / Retinale
Währinger Gürtel 18-20. Lst. 8i
A 1090 Wien
AUSTRIA

E-Mail: office@retinale.at

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